Sturm und Orkan über Deutschland - Weitere Feuerwehreinsätze im Westen
Ausläufer der ersten Wintersturmtiefs über dem Atlantik fegen weiterhin über Deutschland. Am Sonntag war an der Nordsee sowie in höheren Lagen mit starkem Sturm oder Orkan zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Dort drohten Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern, anderswo war den Meteorologen zufolge vielerorts mit Sturmböen bis 85 Stundenkilometer zu rechnen.
Aus Nordrhein-Westfalen meldeten die Feuerwehren am Sonntag weitere Einsätze meist wegen umgestürzter Bäume oder herabgefallener Äste. "Dauereinsatz für Berufs- und Freiwillige Feuerwehr", hieß es von den Einsatzkräften in Wuppertal. Bis Sonntagmorgen zählten sie demnach 31 weitere wetterbedingte Einsätze. Größere Zwischenfälle oder Verletzte wurden von dort oder anderswo zunächst nicht gemeldet.
Vereinzelt gab es Verkehrsstörungen. Die Deutsche Bahn meldete am Sonntag Beeinträchtiungen aufgrund von "Unwetterauswirkungen" auf der Fernstrecke zwischen Münster und Recklinghausen. ICE- und IC-Züge waren demnach bis zu 15 Minuten verspätet, in Recklinghausen hielten keine Züge. Betroffen war auch der Schiffsverkehr auf der Nordsee. Fährverbindungen zur Insel Helgoland etwa waren laut Reedereien eingestellt. Sie sollten voraussichtlich erst Dienstag wieder starten.
Deutschland liegt seit Freitag im Einflussgebiet der Herbststurmtiefs "Luise" und "Manja". Vor allem im Westen und Südwesten gab es viele Einsätze. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte am Freitag auf einem Stadtfest eine Gerüstbrücke um, zwei Männer im Alter von 58 und 72 Jahren wurden schwerverletzt. Nach Polizeiangaben wurde das Unglück vermutlich durch eine Windböe verursacht. Die Ermittlungen liefen.
J.Schmid--BP