Titelsammler weiter auf Kurs: PSG gewinnt Supercup
Neue Saison, alte Supermacht: Die Titelsammler von Paris Saint-Germain reiten ihre Erfolgswelle auch zum Beginn der Spielzeit 2026/27 weiter. Im Finale des europäischen Supercups setzte sich der Champions-League-Sieger gegen Europa-League-Gewinner Aston Villa mit 2:1 (1:1) durch - damit startete die erste Spielzeit nach der erfolgreichsten Saison der Klubgeschichte gleich wieder mit einem Triumph.
Nach fünf Titeln im Vorjahr schossen Chwitscha Kwarazchelia (20.) und Désiré Doué (61.) Paris am Mittwochabend in Salzburg zum Erfolg. Youngster Brian Madjo hatte zwischenzeitlich für die aufmüpfigen Engländer ausgeglichen (45.).
PSG ist erst der dritte Klub, dem die Titelverteidigung im Supercup gelungen ist. Seit der Einführung des Wettbewerbs 1973 schafften das bislang nur die AC Mailand (1989 und 1990) und Real Madrid (2016 und 2017). Gleichzeitig behielt zum achten Mal in Serie der Königsklassensieger die Oberhand, den letzten Sieg des Außenseiters hatte Atlético Madrid 2018 gefeiert (4:2 n. E. gegen Real Madrid).
Der Pariser Erfolgstrainer Luis Enrique hatte nicht weniger als die maximalen Ambitionen vorgegeben. "Wenn man sich die Geschichte ansieht, ist es schwer, immer zu gewinnen. Aber genau das wollen wir anstreben", sagte der Spanier.
Neben der Titelverteidigung in der Champions League hatte Paris 2025/26 die Meisterschaft, den europäischen und den französischen Supercup sowie den FIFA-Interkontinentalpokal gewonnen.
In Österreich begannen die Ballkünstler mit gewohnter spielerischer Dominanz. Der Georgier Kwarazchelia wandelte sie mit einem blitzschnellen Haken und einem kräftigen Abschluss zügig in die Führung um. Dann aber kam Aston Villa besser ins Spiel. Nach mehreren vergebenen Chancen glich der Engländer Madjo aus und schwang sich mit 17 Jahren und 212 Tagen zum jüngsten Torschützen im Supercup auf - vor Patrick Kluivert, der 1996 im Alter von 19 Jahren und 220 Tagen getroffen hatte.
Eine Schlüsselrolle oblag Schiedsrichter Omar Artan - zumindest vor dem Spiel. Dem Somalier war vor der Weltmeisterschaft die Einreise in die USA verweigert worden, die Europäische Fußball-Union (UEFA) nominierte ihn als ersten nicht-europäischen Schiedsrichter für den Supercup. Während des Finals überzeugte der 34-Jährige mit einer souveränen Spielleitung.
Nach der Pause war PSG um Spielkontrolle bemüht, Doué brachte die Führung aus einer vermeintlichen Abseitsstellung zurück - der VAR intervenierte richtigerweise, Doué jubelte mit Verspätung.
L.Fischer--BP