Malaysia: Start der Formel 1 fast 100 Minuten verspätet
Regen und Motorenprobleme: Der Grand Prix der Formel 1 in Malaysia hat nach einigem Chaos deutlich später als geplant begonnen. Etwa 40 Minuten vor dem ursprünglich angesetzten Start um 9.00 Uhr deutscher Zeit zogen die Wolken auf, die Start-Ziel-Gerade stand schnell unter Wasser, es blitzte und donnerte. Erst um 10.39 Uhr deutscher Zeit ging es dann, auf schnell trocknender Strecke, los. Auch Schwierigkeiten mit den Regeneinstellungen der in diesem Jahr neuen Hybridantriebe hatten für Verzögerungen gesorgt.
Zunächst hatte stehendes Wasser auf der Strecke den Start auch dann noch verhindert, als der Regen bereits nachließ. Zahlreiche Streckenposten waren im Einsatz, um das Wasser in den besonders betroffenen Kurven zu entfernen.
Der Grand Prix in Malaysia, Ersatz für das im Frühjahr abgesagte Rennen in Bahrain, brachte nämlich ein Novum in dieser Saison: Noch nie hatten die Fahrer unter dem neuen Reglement mit deutlich höherem Elektroanteil im Antrieb ein Regenrennen absolviert. Aufgrund der veränderten Drehzahl gilt eine rutschige Strecke als große Herausforderung mit den aktuellen Boliden, für die noch keiner der Piloten ausgiebig hatte trainieren können.
Für das Rennen wurden am Sonntag daher kurzfristig die Antriebseinstellungen verändert, so wurde etwa die Leistung der Batterie gesenkt - das führte auf der ersten Formationsrunde allerdings zu Problemen in den Autos und zu Chaos auf der Strecke: Zahlreiche Piloten, darunter Pole-Setter Max Verstappen im Red Bull, rollten langsam über den Kurs oder blieben gar stehen. Das Startprozedere wurde abgebrochen und verzögerte sich dadurch noch weiter. Immerhin sorgte dies dafür, dass die Strecke in der Zwischenzeit weiter trocknete.
Malaysia, erstmals seit 2017 Schauplatz eines Formel-1-Rennens, ist berüchtigt für starken Regen und schwierige Vorhersagen. 2009 etwa musste das Rennen nach 31 Runden abgebrochen werden, die Fahrer bekamen für ihre Platzierungen nur die jeweils halbe Punktzahl.
T.Mann--BP